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Kontaktvergehen zu verstehen, ist nicht schwer |
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Kompliziert wird die
Thematik regelmäßig durch die falsche Darstellung. Hier sind flotte Bildchen
oder gar Powerpointvorträge völlig deplaziert. Leichter wird es,
wenn man verschiedene Vorgänge von der Logik her versteht und in wenige
verschiedene „Kästchen“ verpackt. |
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Wir gehen die Sache mal chronologisch an. |
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Um von einem
Kontaktvergehen (1. Kästchen) sprechen zu können, müssen zwei Faktoren zuvor
gegeben sein: |
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1.)
Der Ball muss
im Spiel sein. 2.)
Es muss sich um
ein Vergehen gegen einen spielberechtigten Gegenspieler (nicht gegnerischer
Auswechselspieler) handeln. |
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Wenn jetzt ein
entsprechendes Vergehen (Schlagen, Treten, Spucken, Werfen) passiert, ist für
die Spielfortsetzung der Ort entscheidend, wo der getroffene Gegenspieler zum
Zeitpunkt der Tat gestanden hat. |
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Ist dies auf dem
Spielfeld: direkter Freistoß Ist dies im
gegnerischen Strafraum: Strafstoß Ist dies außerhalb
des Spielfeldes: SR-Ball |
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Dies ist nicht
wirklich schwierig, oder? |
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Zwei Ausnahmen muss
man sich dennoch merken: |
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a)
Wirft der
Torwart dem in seinem Tor befindlichen Gegenspieler den im Spiel befindlichen
Ball an den Kopf, lautet die Entscheidung nicht SR-Ball sondern Anstoß nach
Torerfolg. Hier greift die Vorteilsbestimmung. b)
Wirft der
Torwart dem neben dem Tor befindlichen Gegenspieler den Ball an den Kopf, lautet die Entscheidung nicht
SR-Ball sondern Eckstoß. |
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Richtet sich die
Aktion gegen eine Person, die nicht ein
spielberechtigter Gegenspieler (Mitspieler, Auswechselspieler, Trainer, Zuschauer
etc.) ist, ist für den Tatort die
Position entscheidend, wo der Täter stand. (2. Kästchen) |
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Ist dies im
Spielfeld: indirekter Freistoß am
Tatort Ist dies im eigenen
Strafraum: indirekter Freistoß am Tatort Ist dies außerhalb
des Spielfeldes: SR-Ball, wo Ball bei Unterbrechung |
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Zu beachten ist aber
in jedem Fall, wenn das Vergehen außerhalb des Spielfeldes stattfand: |
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Hat der Täter das Spielfeld aus unsportlichen
Gründen (nämlich um seine Tat zu verwirklichen) verlassen, ist nicht der
SR-Ball richtig, sondern der indirekte Freistoß an der Stelle, wo sich der Ball
im Moment der Unterbrechung befand. |
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In Fällen, wo der Täter durch Zufall, den
eigenen Schwung oder wegen einer Verletzung zunächst draußen war, verbleibt es
beim SR-Ball. |
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Das war es eigentlich
schon. Wenn man sich diese wenigen Dinge einprägt, müssten sämtliche
Regelfragen aus diesem Gebiet lösbar sein. Probiert es einfach
einmal aus. |
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Wenn es einmal nicht
funktionieren sollte, lasst es mich wissen. Ich würde sodann
unverzüglich helfen oder meine Ausführungen korrigieren bzw. ergänzen. |
| Euer Ecki |